Ehrenrat

Der Ehrenrat setzt sich zusammen aus langjährigen Mitgliedern des SVT. Er hat diverse Aufgaben. Vereinfachend sagt die Geschäftsordnung dazu:

Aufgaben des Ehrenrates

a) Aufnahmesachbearbeitung
b) Schlichtung von Streitigkeiten innerhalb des Vereins
c) Entscheidung über die Berufung eines Ausgeschlossenen

Der Ehrenrat stellt den Aufnahmeausschuss; das ist seine angenehmste Aufgabe. Er führt mit einer Person, die einen Aufnahmeantrag gestellt hat, ein persönliches Gespräch und klärt ihn dabei über die Rechte und Pflichten eines SVT-Mitgliedes auf. Wenn der Aufnahmeausschuss nach dem Gespräch der Meinung ist, dass die Person zu uns passen könnte, und die Person nach dem Gespräch immer noch Mitglied im SVT werden möchte, spricht der Aufnahmeausschuss die Aufnahme als Probemitglied aus. Dem neuen Mitglied wird vom Aufnahmeausschuss ein Pate zur Seite gestellt. Dieser sog. Pate ist ein aktives Mitglied des SVT und hilft dem Probemitglied während des Probejahres sich im SVT zurechtzufinden. Nach Ablauf der Probezeit entscheidet der Vorstand über die endgültige Aufnahme in den SVT, nachdem auch der Pate dazu gehört wurde.

Die Schlichtung von Streitigkeiten betrifft sowohl Angelegenheiten von Mitgliedern untereinander als auch Diskrepanzen zwischen einem Mitglied und dem Vorstand. Der Ehrenrat ist hier vorgesehen, um im Falle ernsthafter Auseinandersetzungen den Gang zum Gericht zu vermeiden. Selbstverständlich kann unsere Satzung und unsere Geschäftsordnung niemandem ein Grundrecht der Bundesrepublik Deutschland verwehren. Trotzdem erwartet der Verein, dass im Streitfall jede Seite die Entscheidungen des Ehrenrates respektiert, und dass juristische Streitigkeiten aus unseren Reihen ferngehalten werden.

Ausschlussverfahren sind glücklicherweise extrem selten. Auch in diesen Fällen hat der Ehrenrat das letzte Wort, wenn der Betroffene vor dem Ehrenrat in Berufung geht. Ausschlussverfahren werden durch den Vorstand eingeleitet, wenn Fälle von extremer Unkameradschaft vorliegen, wenn der Ruf des SVT in der Öffentlichkeit geschädigt wird, oder wenn eine wiederholte Treuepflichtverletzung vorliegt – also mehrfach Beiträge oder Liegegelder nicht bezahlt wurden oder wenn der Arbeitsdienstverpflichtung wiederholt nicht nachgekommen wurde. Wie gesagt: Derart unschöne Fälle sind äußerst selten und weder für den Vorstand noch für den Ehrenrat ein besonderes Vergnügen.